Wo ich doch gerade so schön beim Microsoft Bashing bin:
Was haben Bill und seine Kumpels eigentlich für ein Zeug geraucht als die sich ihr Lizenzprogramm haben einfallen lassen?
Ich weiß es nicht aber ich bin mir sicher, dass es in den meisten Ländern verboten ist.
Durch diesen Dschungel an Lizenzoptionen blickt bei Microsoft vermutlich selbst kaum noch einer durch. Gut, dass die Rasselbande aus Redmond zweiwöchige Kurse anbietet in denen einem das beigebracht wird; natürlich gegen Bezahlung. Hallo McFly, jemand zu hause? Eine Schulung um überhaupt mal zu verstehen welche eurer vielen überteuerten Lizenzen ich in welcher Variante kaufen muss damit ihr mich nicht verklagt wenn ich es falsch mache? Irgendwie stinkt das.
Ist ja nett gemeint wenn man für jeden Kunden das passende Lizenzmodell anbieten möchte aber man kann es auch übertreiben. Wenn man dafür erst einmal ein Studium braucht ist die Wahrscheinlichkeit, dass man seine Microsoft Produkte richtig lizenziert nicht wirklich groß.
Hier mal eine Auflistung welche Arten von Lizenzprogrammen es bei Microsoft gibt:
Open Licence
Open Value
Open Value Subscription
Select Licence
Enterprise Agreement
Enterprise Agreement Subscription
Open Academic
Select Academic
School Agreement
Campus Agreement
Das ganze unterschiedet sich nach Abnahmemenge, Berechnungssystem, Laufzeit, Sofort- oder Ratenzahlung, Einsatzort und ob Software Assurance(quasi das Microsoft Premium Abo) möglich ist. Dazu muss man sich entscheiden ob man pro Gerät oder pro User lizensiert.
Das waren übrigens nur die Volumenlizenzen. Für Einzellizenzen gib es natürlich noch die Unterscheidung in Retail, OEM, System Builder und OEM for System Builder.
Das ganze gekoppelt mit den unterschiedlichen Versionen eines Produkts (2002, 2003, 2007…) und den verschiedenen Ausführungen (Small Business, XP, Professional, Ultimate, Standard…) gibt einen schönen Wust.
Microsoft Visual Studio 2008 bringt es allein auf ganze 12 Versionen.
Oder mag mir einer der Leser spontan sagen zu welchem Lizensierungsprogramm man greifen sollte wenn man 50 Mitarbeiter und 40 Clientgeräte hat, 20 mal Office SMB 2003 braucht, 30 mal Office Professional 2003, 40 mal Windows XP, eine Exchange 2003 Lizenz sowie die passenden Zugriffslizenzen, das ganze per Sofortzahlung abwickeln möchte und noch nicht weiß ob Software Assurance benötigt wird?
Dachte ich mir…
Der größte Witz an der Sache ist ja eher, dass man bei Microsoft wirklich für JEDEN Mist eine eigene Lizenz braucht. Da kostet nicht nur die Software selbst sondern auch das benutzen der Software. Das ganze nennt man dann Client Access License (CAL).
Da braucht es entweder für jeden User oder jedes gerät eine eigene Lizenz um z.B. überhaupt auf einen Exchange Server oder Domänencontroller zugreifen zu dürfen. Da kommen schon ein paar tausend Euro zusammen. Natürlich noch kein Betriebssystem für den Server eingerechnet, geschweige denn die Hardware.
Ist doch auch völlig normal… wie könnte ich denn auch bitte erwarten, nachdem ich 50 mal Windows für die Clients, 50 mal Office, einmal Exchange Server und einmal Windows für den Server gekauft habe dann schon automatisch das Recht erworben zu haben mit meinen Outlook Clients auch den Server benutzen zu dürfen.
Genauso wie natürlich auch jeder weitere Backupserver eine eigene CAL braucht. Der greift ja schließlich auch auf den Server zu. Dass für Betriebssystem und die Backupsoftware schon eine Menge Geld an Microsoft gegangen ist interessiert doch keinen.
Merke: Der Kauf von Software erlaubt nicht auch gleich deren uneingeschränkte Benutzung.
Ja, andere Hersteller wollen auch Geld für die Benutzung von Serverdiensten haben. Die kriegen aber nicht schon Geld für das Betriebssystem des Servers und der Clients und der Verbindungssoftware auf den Clients.
Für den bereits erwähnten Exchange Server gibt es auch preisgünstiger alternativen.
Z.b: den Kerio Mailserver, der ebenfalls Groupware Funktionalitäten mit sich bringt.. Da kostet der Server inklusive knapp 50 Lizenzen ungefähr so viel wie die Exchange Software alleine. Zudem läuft der nicht nur unter Windows sondern auch unter Linux und Mac OS X
Microsoft kann mich jedenfalls mal kreuzweise mit seinem Lizenzdschungel und seinen Wucherpreisen.









February 21st, 2008 at 21:40
Auf jeden Fall will ich das auch rauchen
February 21st, 2008 at 22:21
Ja ja, wenn man es schon mal richtig machen will, dann kann man bei dem System schon fast mit einer Klage rechnen!
Benutze Microsoft mit Papierkorb (/dev/null)!
February 21st, 2008 at 22:56
Was ich noch vergessen habe: Anstatt, wie sonst üblich, Mengenrabatte o.Ä zu geben kosten Volumenlizenzen bei Microsoft auch gerne mal 100 Euro mehr pr Stück (zumindest bei Office). Man bezahlt also 100 Euro mehr für eine weitere erlaubte Benutzung eines Keys als wenn man sich das Produkt mit Datenträger, Handbuch und verpackung im Laden kaufen würde… Und das schlimme ist, dass man ab einer gewissen Stückzahl von Microsoft Produkten im Umlauf gar keine andere Wahl mehr hat wenn man nicht einen Mitarbeiter einzig und allein für die Pflege der Lizenzkeys abstellen möchte.
Teufelskreis…
February 24th, 2008 at 16:47
Da mag aber einer Microsoft gerade sehr doll, was?
@Exchange
Durch die Übernahme sind wir aber jetzt gezwungen Exchange zu nutzen und natürlich Outlook selber. Von diesem Frust habe ich ja selber schon geschrieben.
Ich muss aber gestehen, keines der Systeme war so einfach und sauber in der Synchronisierung wie Exchange, ohne vorher einige Private Stunden zu testen.
Grad mit externen Geräten – ist ja auch bei euch der Fall – lief alles sauber. Favorit war hier Scalix aber auch der Axigen Mail Server (billig)war keine schlechte Erfahrung. Schau mal bei heinlein-support vorbei.
Hier ist es auf jeden Fall nicht so einfach. Vor unsere Übernahme haben wir auch mit solch einem Gedanken gespielt. In den Verhandlungen zeigt sich, dass nicht alles so billig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Nicht zu vergessen die Kosten für die Umstellung und die weiter Betreuung. Kennst du ja selber.
@Lizenzen
Bis vor kurzem konnten wie diese Vorzüge auch noch genießen.
Das liebe Thema und ja, ab einer Gewissen Größe brauch man da einen eigenen Mann oder eine externe Firma. Nur ein Zettel mit Lizenzen / Key, macht die Arbeit schon erheblich einfacher. Schließt euch einer Uni an, du wirst staunen was für nette Verträge die haben.
Gruß
June 9th, 2008 at 19:48
Die Frage ist:”Wie kann man den Umsatz noch steigern, wenn er schon ganz oben ist” – ? Nimmersatt findet jeden ohne Lizenz selbst die mit Lizenz werden mit Virenprogrammen geplagt. Das neue Bestruebsystem vist astala hats ja nicht gebracht, wie man hört. Glück auf, es lebe das Monopol.