Ärger mit der Firewall Soziale Netzwerke Teil 1: Definition
Feb 04

Es hat begonnen…

Vorratsdatenspeicherung eventuell demnächst für auch Zivilrechtliche Verfahren einsetzbar

Ich kann gar nicht soviel essen wie Ich kotzen möchte.

Es war ja abzusehen, dass es bald reges Interesse an Verbindungsdaten gibt sobald die erst einmal erfasst werden. Die Musikindustrie macht den Anfang und verlangt nun Einsicht in die Verbindungsdaten der Provider um Raubkopierer schneller fassen zu können. Das schlimme daran ist, dass dieser Wahnsinn sogar Zuspruch bei der Union findet.

Die Vorratsdatenspeicherung war als Mittel gegen den Terror gedacht und nun soll sie schon ausgeweitet werden damit abmahnwütige Anwälte sich eine goldene Nase verdienen können. Wer bekommt als nächster Zugriff auf die Daten? Vielleicht auch Schulen um zu überprüfen ob der kranke Schüler auch wirklich krank im Bett liegt und nicht im Internet surft?
Oder darf der potentielle Arbeitgeber demnächst mal schauen wo sich der Bewerber so rumtreibt?

Der tolle Bundestrojaner ist ja angeblich auch nur ein Mittel im Kampf gegen den Terror. Krieg Ich den demnächst auch in der Zivilrecht Edition von der Plattenfirma direkt geschickt?

Die ganze Vorratsdatenspeicherung unter dem Deckmantel des Schutzes vor Terror ist ohnehin eine Schnapsidee. Das mit den Daten früher oder später Schindluder getrieben wird war ohnehin klar. Aber wenn jetzt schon Brief und Siegel für andere Gruppierungen ausgestellt werden sollen ist der Spionage Tür und Tor geöffnet. Wenn das durchkommen können wir das Wort “Datenschutz” auch gleich aus dem Duden streichen. Hat ja dann eh irgendwann jeder Zugriff.

Spätestens jetzt sollte auch dem letzten ein Licht aufgehen wieso die ganze Vorratsdatenspeicherung Geschichte ein großer Haufen Mist ist. Anti-Terror my ass, der gläserne User steht im Vordergrund.

Ich gehe mal stark davon aus, dass unsere Datenschützer sich mit Händen und Füssen gegen dieses Vorhaben wehren. Aber allein, dass ernsthaft darüber nachgedach wird ist schon traurig.

Geschrieben von Der Admin
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7 Kommentare zu “Vorratsdatenspeicherung und der Datenschutz”

  1. zero sagt:

    Na wer hätte denn damit bitte rechnen können? Wohl niemand oder? Manchmal möchte ich einfach nur weinen…damals während dem Zivildienst hab ich Leute die Rollstuhlfahrerwitze machen noch verurteilt, aber so langsam versteh ich sie glaub ich ;-)

  2. Neonwahn sagt:

    Das Kacke – absolut. Ne Frage der Zeit bis die persönlichen Surfdaten erst durch den BKA Server gehen – ist doch viel praktischer, dann können die Anwälte direkt beim BKA nachfragen…
    *aarrgghh*

  3. Neonwahn sagt:

    Hier nochmal ein weiterführender Artikel zum Thema:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,533078,00.html

  4. Michél sagt:

    Nicht aufregen, Ihr habt doch jetzt extra ne 4Mbit Leitung auf der Arbeit! ;-) ))))))))))))))))))))))))))

    Gruß

  5. Rudi sagt:

    Ruhig Brauner..

    Den Bundestrojaner erkennste auf jeden Fall am Rollstuhlicon im Tray…. ;)

  6. Der fiese Admin » Wissenswert » Soziale Netzwerke Teil 3: StudiVZ sagt:

    [...] nicht. Die freuen sich vermutlich noch darüber personalisierte Werbung zu bekommen. Naja, Datenschutz wird heutzutage anscheinend eh [...]

  7. Der fiese Admin » Allgemein » Suchbegriffe im Januar sagt:

    [...] sind halt was schönes. Die Plattenfirmen wollen damit Rabkopierer erfassen, StudiVZ schalltet personalisierte Werbung und Google…will ich lieber gar nicht wissen was [...]

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