IT Crowd Staffel 4 Dreharbeiten im März Internet Werbung ist nicht böse
Mar 01

Was Schweinegrippe, Streiks und Fussball EM nicht geschafft haben wurde nun von einem simplen Brettspiel erreicht: Die Reduzierung der Produktivität unserer Technik um 50%. :D
Naja, ganz so schlimm ist es nicht aber nahe drann. Wovon ich rede? Wer aufmerksam meine Tweets verfolgt hat weiss, dass ich vor kurzem mal wieder ne Bestellung bei getdigital getätigt habe. Neben total tollen (und absolut sinnlosen) Gadgets war da auch eben das Spiel “Khet Laser Game” dabei.
Khet Laser Game

Kaufen wollte ich das schon lange. Eigentlich bei thinkgeek aber da haben mich immer Zoll und Versandkosten abgeschreckt da der Shop in den USA ist (und ich hätte natürlich gleich ne mega Bestellung aufgegeben).

Wie dem auch sei, getdigital brintgt den Kram irgendwann nach Deutschland und ich kauf’s dann halt dort. :D

Aber zurück zum Spiel.

Das “Khet Laser Game” ist DAS Spiel für Geeks. Warum? Nun, fragen wir doch mal Doctor Evil.

dr-evil-laser

Richtig! Wie der Name des Spiels überhaupt nicht vermuten lies ist es mit Lasern ausgestattet. Und Laser sind nunmal einfach cool und nerdig und überhaupt total toll.
Worum geht es? Das Spiel hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Schach (darum nennen wir es intern auch gerne “Laser Schach”). Ziel ist es den gegnerischen König (eigentlich Pharao – das Spiel ist ägyptisch angehaucht) mit seinem Laser (oder dem des Gegners) zu treffen und seinen eigenen König zu beschützen. Dazu stehen dem Spieler Spiegel zur Verfügung die er auf dem Spielfeld bewegen und drehen kann um den Laserstrahl in die gewünschte Richtung zu lenken.

Folgende Spielfiguren stehen zur Verfügung:
Pharao: Der König, wird er getroffen verliert man
Obelisk: Werden zerstört wenn sie von einem Laser getroffen werden. Bieten temporären Schutz und können gestapelt werden.
Einfacher Spiegel (Pyramide): Lenkt einen Laserstrahl um 90 Grad. Wird zerstört wenn die nicht-spiegelnde Fläche von einem Laser getroffen wird.
Doppel Spiegel: Kann den Platz mit Obelisken und Pyramiden tauschen und hat auf beiden Seiten einen Spiegel der den Laserstrahl um 90 Grad ablenkt. Kann daher nicht zerstört werden und ist analog zum Schach so etwas wie die Dame.

Das Spiel beginnt mit einem Grundaufbau. (die Basisregeln enthaltten 3 Aufbauten aber man kann sich natürlich auch welche ausdenken). Anschliessend machen die Spieler abwechelns ihren Zug. Ein Zug besteht aus:
1. Eine Figur bewegen oder Drehen.
2. Laser feuern.

Die Figuren können entweder um ein Feld(auch diagonal) bewegt oder um 90 Grad gedreht werden. Anschliessend MUSS man den Laser auf seiner Seite betätigen.

Das war im Prinzip schon das ganze Spiel. Klingt total simpel und ist es auch. Der Teufel steckt aber im Detail. Easy to learn, hard to master. Die ersten Züge macht man noch recht schnell, im weiteren Verlauf des Spiels muss man aber höllisch aufpassen und sämtliche Kombinationen vorrausberechnen die sich durch den eigenen Zug ergeben können. Man muss sowohl auf den Laser des Gegners, als auch den eigenen achten. Ist tatsächlich schon passiert, dass man sich aus unachtsamkeit selbst abgeschossen hat (oder der Gegner so klug gesetzt hat, dass man dies gar nicht vermeiden konnte).
Zudem kann sich das Blatt jederzeit wenden. Mir selbst ist nun schon mehrfach passiert, dass ich dem Gegner Figur um Figur zerstört habe und dabei meine eigene defensive vernachlässigt habe. Nur darauf fixiert den gegnerischen Pharao zu erwischen habe ich meinem Gegnerspieler zu viel raum gegeben. BAM und ich war tot.

Man sollte übrigens viel Zeit mitbringen. Eine Partie kann nach 10 Minuten vorbei sein aber auch mal mehr als eine halbe Stunde dauern. Hängt natürlich davon ab wie lange die Spieler überlegen. Firmenintern gehen wir wohl bald dazu über mit einem Timer zu spielen. Zumindest werde ich gegen manche Leute nicht mehr ohne Spielen. will auch mal was anderes am Tag machen als auf denn Zug zu warten.*g*
Solltet ihr das Spiel irgendwo spielen wo andere Leute rumlaufen (z.B. im Büro), stellt euch aber drauf ein andauernd jemanden dabei zu haben der zuschaut und sich das Spiel erklären lassen möchte. Dauert zwar nicht lange, lenkt aber ab. ;)

Die eruopäische Version des Spiels ist übrigens quasi geschnitten. In dieser Version sind Level 1 Laser verbaut, in den USA sind es Level 2 Laser. Das war aber auch schon der einzige Unterschied. Ob sich das wirklich auswirkt kann ich nicht sagen. Auch wenn es eigentlich klar ist sage ich es hier aber auch nochmal: Man kann die Laser natürlich nicht sehen! Man sieht nur den Auftrittspunkt. Um den Strahl sichtbar zu machen brauch man Rauch oder ähnliches. Hier sind Raucher mal im Vorteil. Da mein Spiel das Büro nie verlassen hat(einige würden sonst echte Entzugserscheinungen bekommen) habe ich den Laser bis heute selbst nicht gesehen.

Das einzige was stört ist die Ungenauigkeit der Spiegel. Die Teile sind nicht immer 100%ig ausgerichtet und so weicht der Laserstrahl immer weiter von der Stelle ab auf die er eigentlich treffen sollte. Irgendwann trifft er einfach nicht mehr auf die Spiegel. So sind leider lustige Aufbauten wo der Laser jeden Spiegel einmal trifft nicht zu realisiseren. Bei etwa 6-7 Reflektionen ist Schluss. Im Grundspiel erreicht man diese aber auch selten. Nur bei den Erweiterungen kann das durchaus mal passieren, dass mehr Spiegel involviert sind. Da hilft leider nur nachprüfen.

Hier noch ein paar Bilder (will die ja nicht umsonst gemacht haben):
1: Spiel gerade angefangen
khet-ingame

2: Chef spielt mit dem Azubi
khet-ingame-2

3: Seitenansicht
khet-seitenansicht

Für das “Khet Laser Game” sind bereits zwei Erweiterungen erschienen:

Eye of Horus: Liefert 2 halbdurchlässige Doppelspiegel. Das bedeutet: Die Laserstrahlen gehen zum teil durch und werden zum teil umgelenkt. Aus einem Laserstrahl erhällt man nun 2 Laserstrahlen. Großartig! Ist aber auch der totale Brainfuck. :D

Habe mir die Erweiterung in Österreich bei gameware.at bestellt. War das letzte Exemplar. :D

Hier mal 2 Bilder mit eingezeichnetem Laser (die oben abgerundeten Steine sind die Splitter):

1. Grundaufstellung:
khet-eye-of-horus-beispiel

2. Hier verliere ich gleich eine Pyramide und einen Obelisken auf einmal :(
khet-eye-of-horus-beispiel-2

Tower of Kadesh: Oder auch “Khet 3D”. In dieser Erweiterung gibt es einen großen Turm auf den die Laser mit integrierten Spiegeln gelenkt werden. Auf dem Turm gibt es eine weiitere Spielfläche. Zudem kann man den ganzen Turm (mit allem was darauf steht) auf dem Spielfeld bewegen.
khet-tower-of-kadesh

Den Tower of Kadesh habe ich bisher noch nicht im europäischen Versand finden können. Werde wohl mal bei getdigital anfragen ob sie den demnächst auch mal ins Sortiment aufnehmen.

Das Grundspiel kann man hier für 49 Euro kaufen.
Falls jemand aus Duisburg und Umgebung mal ne Lust auf ne Runde hat lässt sich da vieleicht was einrichten.

Geschrieben von Der Admin
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8 Kommentare zu “Khet Laser Game”

  1. Maik sagt:

    Hehe sehr geniales Ding. Gut das ich demnächst mal wieder ne Sammelbestellung bei thinkgeek für meine Fachinformatiker-Berufsschulklasse mache, da kommt das dann vllt auch mit rein :D

  2. Marco sagt:

    Erinnert mich spontan an meinen guten C64 und das Spiel Deflektor :-D

  3. Kevin sagt:

    Klingt nach einem projekt, sowas selbst mal zu bauen. ^^ vielleicht auch noch mit ein paar anderen Spiegeln oder so :D

  4. talo sagt:

    Das Spiel gibt es auch bei Amazon. Ist aber etwas teuer als direkt bei getdigital.

  5. Kai sagt:

    Wow, cooles spiel…

  6. Kai sagt:

    Ich suche Zeit die Erweiterung “Eye oh Horus” leider findet man das wohl nur in den USA :(

  7. Uwe sagt:

    Sieht cool aus? :-) Gleich ma kaufen!

  8. Sam sagt:

    Hm, passt vlt. für Reisen? Wie teuer ist der Spaß`?

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