Zwar völlig untypisch für diesen Blog aber als Duisburger muss ich mich nun auch mal äußern.
Wie jeder mitbekommen hat endete die Loveparade 2010 in Duisburg in einer Katastrophe. 21 Menschen sind tot und hunderte wurden verletzt. Und warum das alles? Weil das ganze Sicherheitskonzept von vorne bis hinten scheiße war und anscheinend auch die Umsetzung unter aller Sau war.
Aber ein Schuldiger ist ja immer schnell gefunden…
Der Lacher des Tages kommt heute vom berliner Polizeipräseidenten Dieter Glietsch.
Den Vorfall auf der Demo “Freiheit statt Angst” wo einigen Polizeibeamten ordentluich die Sicherungen durchgebrannt sind hat vermutlich jeder mitbekommen. Falls nicht: hier lesen und mal ein bischen weniger WoW zocken.
Nun wurden Namensschilder bzw Nummernschilder für die berliner Polizisten angekündigt.
Ansich ne gute Sache. Mal davon ab, dass es schon hieß die Dinger sollen mit Klettverschluff haften (bzw schnell abgenommen werden…)
Der Berliner Polizeipräsident kündigte an, dass die Polizisten künftig im täglichen Dienst und bei Demonstrationen Namensschilder tragen. Dabei gehe es nicht darum, dass Übergriffe besser geahndet werden sollten, sondern um mehr Bürgernähe. Die Beteiligten der Vorfälle vor einer Woche seien auch ohne Namens- oder Nummernschild identifiziert worden.
Aber der letzte Satz… “Die Beteiligten der Vorfälle vor einer Woche seien auch ohne Namens- oder Nummernschild identifiziert worden”… ähh…. ja, weil die Geisichter der Prügelbullen von Kameras aufgenommen wurden.
Wäre das nicht zufällig ne Demo gewesen auf der sich u.A. sehr viele Nerds, die immer mit dem neusten High Tech Spielzueg ausgestattet sind, beteiligten wäre dem nicht so gewesen. Es ist icht immer jemand mit einer Kamera dabei. Es ist ja nicht mal zu sagen ob das die einzige Aktion dieser Art auf dieser Demo war.
Aber is schon recht. Wir brauchen keine sichtbaren Namen oder Nummern zur identifzierung. Es geht nur um die Bürgnerähe.
Und alle so “yeah”.
Die Internetprovider sind nun aufgerufen den Entwurf einer technischen Richtlinie vom BKA zu kommentieren.
In diesem Entwurf geht es darum “in welcher Form und nach welchem Verfahren die Sperrliste und die Aufstellung über die Anzahl der Zugriffsversuche zur Verfügung gestellt werden”.
Diese technische Richtlinie unterliegt der niedrigsten Geheimhaltungsstufe. Sprich: Wir Wahlvieh bekommen die nicht zur Gesicht (jedenfalls nicht wenn es nach dem BKA geht).
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